Sabina Hohn
Kinderärztin
Jugendmedizin
Asthmatrainer
Kinderpraxis Sabina Hohn - Zimmer-3

Schwabacher Straße 96
90439 Nürnberg
TEL: 0911 / 61 46 99

Sprechzeiten:

Mo-Di, Do-Fr:   09.00 - 12.00 Uhr und
14.00 - 17.00 Uhr
Mi: 09.00 - 12.00 Uhr


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Verstopfung

Wie häufig soll mein Kind Stuhlgang haben?
Ein voll gestillter Säugling kann mehrmals am Tag Stuhlgang haben oder auch nur einmal in der Woche - beides ist normal. Ein nicht-gestilltes Baby und ein älteres Kind haben normalerweise ein- oder mehrmals täglich, mindestens jedoch jeden zweiten Tag Stuhlgang. Längere Stuhlpausen sind verdächtig für Verstopfung.

Auf welche Anzeichen bei meinem Kind soll ich achten?
Längere Stuhlpausen, harter und knolliger Stuhl sind eindeutige Hinweise für Verstopfung. Aber auch ständige Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit, Schmerzen beim Stuhlgang, Abgang von Schleim und Blut beim Stuhlgang sind verdächtig für Verstopfung. Besteht die Verstopfung schon länger, so kann es auch nicht selten paradoxerweise zum “Stuhlschmieren”, zum unwillkürlichen Absetzen von eher weichem Stuhl kommen. Sie erkennen dies an der ständig stuhlverschmierten Unterwäsche Ihres Kindes. Die Ursache dafür ist das “Überlauf”-Phänomen: da  ständig frischer, weicher Stuhl vom Dünndarm nachdrängt, der keinen Platz mehr im Enddarm findet, umfließt der frische Stuhl die alten Stuhlmassen, die den Enddarm als dickes festes Paket ausfüllen, und verlässt den Darm rasch wieder; der alte, feste Stuhl jedoch verbleibt immer länger im Darm und die Beschwerden nehmen weiter zu.

Welche Ursache hat die Verstopfung?
Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Ursachen für Verstopfung. Diese müssen im Gespräch mit Ihnen, den Eltern, und in der Untersuchung Ihres Kindes eingegrenzt bzw. ausgeschlossen werden:

  • Umstellung der Nahrung im Säuglingsalter
  • Fehlernährung älterer Kinder
  • angeborene Erkrankungen des Dickdarmes oder des Rückenmarkes
  • schmerzhafte Schleimhautrisse am After
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • psychische Ursachen
  • gewohnheitsmäßiges Unterdrücken des Stuhlganges (“keine Zeit für´s Klo”)


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung einer länger bestehenden Verstopfung ist langwierig, denn sie verfolgt zwei Ziele:
1.) das Abführen der alten, im Enddarm zurückgehaltenen Stuhlmassen
2.) das Erreichen einer geregelten Verdauung mit regelmäßigem Stuhlgang.


Diätplan bei Verstopfung
Bei starker Verstopfung erst mit Microclyst mehrmals entleeren. Für einige Tage jeden Tag eins geben. Gleichzeitig Lactulose      3-mal täglich geben (1-2 Löffel jedes Mal). Wenn besser, langsam weniger geben.

Unbedingt genug trinken lassen. Pro Tag 1-2 Liter Wasser, Tee, Apfelschorle. Vor dem Frühstück und vor dem Essen ein ½ Glas kaltes Mineralwasser.

Gut: Frisches Obst, Gemüse, Vollkornbrot, Salat, Öl, Knoblauch, Zwiebeln, Tsatsiki, Sauerkraut, Trockenpflaumen, Leinsamen


Schlecht: Bananen, Heidelbeeren, Zucker, Nüsse, Schokolade, Nutella, Kakao, Pudding, Brei, Milch, Weißmehlprodukte (Weißbrot, Brötchen, Brezeln u.s.w.), Süß- und Mehlspeisen, geschälter Reis, Nudeln (außer Vollkornnudeln), Limonade, Cola-Getränke

Toiletten-Training
Schicken sie Ihr Kind regelmäßig zu festen Zeiten zwei- bis dreimal täglich nach den Mahlzeiten zur Toilette.